Kindesschutz in Familien mit einer Suchtproblematik: Qualitätswerkstatt in Muttenz

Kindesschutz in Familien mit einer Suchtproblematik: Qualitätswerkstatt in Muttenz. Mit Inputs von Dr. med. Axel Jochum, Tina Lendi und Lars Gold. Am Mi. 21. November 2018 in Muttenz bei Basel, in Zusammenarbeit mit dem aebi-hus – Schweizerische Stiftung für Suchthilfe.

Ort: Fachhochschule Nordwestschweiz, Hofackerstrasse 30, 4132 Muttenz

Mittwoch, 21. November. 2018
17.30 – 19.00 Uhr mit anschliessendem Apéro

Kinder und Jugendliche können in vielfacher Hinsicht mit einer Suchtproblematik in Berührung kommen. Im Kindesschutz stehen deren direkte Tangierung als KonsumentInnen und deren indirekte Beeinträchtigung als Betroffene, die durch den Suchtmittelkonsum ihrer Eltern in ihrem Wohl auf verschiedenste Art und Weise beeinträchtigt werden können, im Vordergrund. Manchmal treten beide Gefährdungssituationen in Familien auch zusammen auf.

Wissenschaftlich und aus fachlicher Sicht ist unbestritten, dass beide Einflussformen dem Kindeswohl schwer abträglich sind. Deshalb soll im Rahmen der Qualitäts-Werkstatt geklärt werden, von welchen Gefährdungen Kinder und Jugendliche in Familien konkret betroffen sind, in denen Suchtmittel konsumiert werden, und wie Kinder und Jugendliche in diesen Gefährdungssituationen wirksam geschützt bzw. die Eltern unterstützt werden können. Es soll miteinander darüber nachgedacht werden, ob Aufgaben des Kindes- und Erwachsenenschutz in Familien mit einer Abhängigkeitsproblematik überhaupt abgrenzbar sind und welche Massnahmen ergriffen werden können, die sowohl den Kindern als auch ihren Eltern nutzen. Auch soll in diesem Zusammenhang über Möglichkeiten und Grenzen des pränatalen Kindesschutzes reflektiert werden. Schliesslich sollen auch die effektive Zusammenarbeit der unterschiedlichsten im Suchtbereich tätigen Akteure besprochen, diesbezügliche Erfahrungen und Erwartungen thematisiert und ausgetauscht sowie im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Qualität im Kindesschutz beurteilt werden.

Inputgeber_innen

  • Dr. med. Axel Jochum, Psychiater / Psychotherapeut FMH, Zentrum für Suchtmedizin Basel
  • Tina Lendi, Diplomierte Psychologin, Leiterin Team Kindesschutz KESB Basel-Stadt
  • Lars Golly, M.A., Dipl.-Sozialarbeiter, Leiter Fachteam Case Management der Abteilung Sucht des Kantons Basel-Stad

Zielgruppe
Die Qualitäts-Werkstatt adressiert Fachpersonen unterschiedlicher Professionen und Disziplinen des zivilrechtlichen, strafrechtlichen und freiwilligen Kindesschutzes mit Abklärungs-, Unterstützungs- und Entscheidungsaufgaben im Kindesschutz sowie weitere Interessierte.

Moderation

  • Iwan Reinhard, Projektleiter und Delegierter aebi-hus
  • Helga Berchtold (Vorstandsmitglied IGQK)
  • Dr. iur. Patrick Fassbind (Vorstandsmitglied IGQK)

Anmeldung
Bitte bis spätestens 5. November 2018 mit unterstehendem Anmeldeformular.

Kosten
keine

Qualitäts-Werkstätte
Die Inputgeber_innen bilden mit Ihren mündlichen Kurzinputs eine fundierte Grundlage, damit die Anliegen und Fragen der maximal 30-40 Teilnehmenden zum betreffenden Thema gesammelt, spontane Kontextualisierungen, Inputs, Ideen, Zusammenarbeitsformen und Weiterentwicklungen festgehalten sowie Austausche zwischen den Teilnehmenden ermöglicht werden können. Beabsichtigt ist eine Institutionen wie Professionen übergreifende Diskussion mit allen Anwesenden. Qualitäts-Werkstätte beinhalten damit keine klassischen Vorträge  oder Präsentationen und beschreiten alternative Wege des Austausches.

Die Stiftung aebi-hus
Die Stiftung aebi-hus fördert Angebote in der Suchtprävention für Jugendliche und Familien mit Kindern im Vorschulalter und richtet sich auf die Schnittstelle Weiterbildung und Suchtprävention aus.

  • Entwicklung von Weiterbildungsmodulen und didaktischem Material zu Sucht und Suchtprävention in bestehenden Weiterbildungsangeboten
  • Schaffung regionaler Netzwerke
  • Förderung zielgruppengerechter Präventionsmassnahmen, insbesondere für Jugendliche

Zum Thema «Kinder aus suchtbelasteten Familien» fördert die Stiftung aebi-hus regionale Vernetzungsplattformen, die zu einer höheren Sensibilisierung und koordinierten Zusammenarbeit beitragen. Die Netzwerke treffen sich halbjährlich im Rahmen einer «DiskuTafel» (Fachlunch / gemeinsam Diskutieren und Tafeln). Solche Vernetzungsplattformen gibt es bereits in Bern, in Zürich und in Biel befinden sie sich im Aufbau. http://www.aebi-hus.ch/