Kindesschutz in Familien mit einer Suchtproblematik: wie helfen, wie schützen?

Kindesschutz in Familien mit einer Suchtproblematik: Qualitätswerkstatt in Zürich. Mit Inputs von PD Dr. Ana Paula Simões-Wüst, Christine Gäumann und Stephan Germundson. Am Di. 20. November 2018 in Zürich, in Zusammenarbeit mit dem aebi-hus – Schweizerische Stiftung für Suchthilfe.

Ort: Verein Espoir, Brahmsstrasse 28, 8003 Zürich (Nähe Albisriederplatz)

Dienstag, 20. November. 2018
17.30 bis 19.00 Uhr, mit anschliessendem Apéro

Kinder und Jugendliche können in vielfacher Hinsicht mit einer Suchtproblematik in Berührung kommen. Im Kindesschutz stehen deren direkte Tangierung als KonsumentInnen und deren indirekte Beeinträchtigung als Betroffene, die durch den Suchtmittelkonsum ihrer Eltern in ihrem Wohl auf verschiedenste Art und Weise beeinträchtigt werden können, im Vordergrund. Manchmal treten beide Gefährdungssituationen in Familien auch zusammen auf.

Wissenschaftlich und aus fachlicher Sicht ist unbestritten, dass beide Einflussformen dem Kindeswohl schwer abträglich sind. Deshalb soll im Rahmen der Qualitäts-Werkstatt geklärt werden, von welchen Gefährdungen Kinder und Jugendliche in Familien konkret betroffen sind, in denen Suchtmittel konsumiert werden, und wie Kinder und Jugendliche in diesen Gefährdungssituationen wirksam geschützt bzw. die Eltern unterstützt werden können. Es soll miteinander darüber nachgedacht werden, ob Aufgaben des Kindes- und Erwachsenenschutz in Familien mit einer Abhängigkeitsproblematik überhaupt abgrenzbar sind und welche Massnahmen ergriffen werden können, die sowohl den Kindern als auch ihren Eltern nutzen. Auch soll in diesem Zusammenhang über Möglichkeiten und Grenzen des pränatalen Kindesschutzes reflektiert werden. Schliesslich sollen auch die effektive Zusammenarbeit der unterschiedlichsten im Suchtbereich tätigen Akteure besprochen, diesbezügliche Erfahrungen und Erwartungen thematisiert und ausgetauscht sowie im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Qualität im Kindesschutz beurteilt werden.

Inputgeber_innen
PD Dr. Ana Paula Simões-Wüst, Universitätsspital Zürich
Christine Gäumann, Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland
Stephan Germundson, DIE ALTERNATIVE Verein für umfassende Suchttherapie

Zielgruppe

Die Qualitäts-Werkstatt adressiert Fachpersonen unterschiedlicher Professionen und Disziplinen des zivilrechtlichen, strafrechtlichen und freiwilligen Kindesschutzes mit Abklärungs-, Unterstützungs- und Entscheidungsaufgaben im Kindesschutz sowie weitere Interessierte.

Moderation
Clarissa Schär (Vorstandsmitglied IGQK)
Christina Weber Khan (unabhängige Kinderrechtsexpertin)

Anmeldung
Bitte bis spätestens 5. November 2018 mit untenstehendem Anmeldeformular

Qualitäts-Werkstätte
Die Inputgeber_innen bilden mit Ihren mündlichen Kurzinputs eine fundierte Grundlage, damit die Anliegen und Fragen der maximal 30-40 Teilnehmenden zum betreffenden Thema gesammelt, spontane Kontextualisierungen, Inputs, Ideen, Zusammenarbeitsformen und Weiterentwicklungen festgehalten sowie Austausche zwischen den Teilnehmenden ermöglicht werden können. Beabsichtigt ist eine Institutionen wie Professionen übergreifende Diskussion mit allen Anwesenden. Qualitäts-Werkstätte beinhalten damit keine klassischen Vorträge  oder Präsentationen und beschreiten alternative Wege des Austausches.

Die Stiftung aebi-hus
Die Stiftung aebi-hus fördert Angebote in der Suchtprävention für Jugendliche und Familien mit Kindern im Vorschulalter und richtet sich auf die Schnittstelle Weiterbildung und Suchtprävention aus.

  • Entwicklung von Weiterbildungsmodulen und didaktischem Material zu Sucht und Suchtprävention in bestehenden Weiterbildungsangeboten
  • Schaffung regionaler Netzwerke
  • Förderung zielgruppengerechter Präventionsmassnahmen, insbes. für Jugendliche

Zum Thema «Kinder aus suchtbelasteten Familien» fördert die Stiftung aebi-hus regionale Vernetzungsplattformen, die zu einer höheren Sensibilisierung und koordinierten Zusammenarbeit beitragen. Die Netzwerke treffen sich halbjährlich im Rahmen einer «DiskuTafel» (Fachlunch / gemeinsam Diskutieren und Tafeln). Solche Vernetzungsplattformen gibt es bereits in Bern, in Zürich und in Biel befinden sie sich im Aufbau. http://www.aebi-hus.ch/