Jugendstrafrecht und zivilrechtlicher Kindesschutz: Qualitätswerkstatt in Bern

Qualitäts-Werkstatt in Bern: Jugendstrafrecht und zivilrechtlicher Kindesschutz. Am Mi. 4. Juli 2018 diskutieren wir über das Spannungsfeld zwischen Jugendstrafrecht und zivilrechtlicher Kindesschutz

Haupt Buchhandlung/Verlag, Atelier 14B im Hinterhof, Falkenplatz 14, 3001 Bern

Mittwoch, 04. Juli. 2018
17.45 bis 19.15 Uhr

Zivilrechtlicher Kindesschutz und Jugendstrafrecht haben eine gewisse Ähnlichkeit. So gibt es diverse Berührungspunkte der beiden Rechtsbereiche. Es finden sich Parallelen in der grundlegenden Zielsetzung der Gesetze, der Abklärung, aber auch in den Massnahmen: Die persönliche Betreuung und die Erziehungsbeistandschaft sind ebenso ähnlich, wie die Unterbringung und die Platzierung infolge eines Aufenthaltsbestimmungsrechtsentzuges. Hinzu kommt, dass für Minderjährige bei Taten, die sie vor ihrem 10. Altersjahr begangen haben, nicht die Jugendstrafbehörde, sondern die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) zuständig ist. Diese Parallelen löst der Gesetzgeber mit einer Zusammenarbeitsnorm in Art. 317 ZGB und in Art. 20 JStG.

Im Rahmen der Qualitäts-Werkstatt wird den Fragen nachgegangen, ob beide staatlichen Interventionsmöglichkeiten für einen qualitativ guten Kindesschutz sinnvoll, bereichernd oder eher hinderlich sind bzw. welche Vor- und Nachteile diese beiden Ansätze haben.  Zudem sollen auch die effektive Zusammenarbeit der Behörden bzw. der beiden Bereiche angesprochen, diesbezügliche Erfahrungen und Erwartungen thematisiert und ausgetauscht sowie im Hinblick auf eine hohe Qualität im Kindesschutz beurteilt werden.

Inputgebende
lic. iur. Beatrice Lavater, Jugendanwältin Jugendanwaltschaft Bern Mittelland
Dr. iur. Claudio Domenig, Vizepräsident KESB Mittelland Süd

Moderation
Prof. Andrea Hauri und Prof. Dr. iur. Daniel Rosch

Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte Anmeldung bis spätestens 28. Juni mit untenstehendem Formular.