2. Nationaler Qualitäts-Dialog Kindesschutz 2020

Jetzt anmelden für den Qualitäts-Dialog 2020. Der 2. Nationale Qualitäts-Dialog findet am 26./27. November 2020 statt. Bei der zweiten Auflage wird das Thema «Visionen für einen Kindesschutz mit Zukunft: Impulse für Politik und Praxis» im Zentrum stehen.

Gurten – Park im Grünen, CH-3084 Wabern (bei Bern), www.gurtenpark.ch

Donnerstag, 26. November. 2020
- Freitag, 27. November. 2020
Beginn: Do. 26. 11. 2020, 16.00 Uhr, Ende: Fr. 27. 11. 2020, 16.15 Uhr

Der Kindesschutz konnte in der Schweiz professionalisiert und seine Qualität erheblich gesteigert werden. Dennoch bestehen viele Lücken, Mängel und Schwachstellen. So ist es bislang nicht gelungen, ein Kindesschutzsystem zu etablieren, das Kinder und Eltern – unabhängig ihres Wohnortes oder Aufenthaltsstatus – auf gleiche Weise Unterstützung zur Prävention und Abwendung von Kindeswohlgefährdungen bieten kann. Die Angebotslandschaften und die jeweiligen Zugangswege sind auf unterschiedlichste Weise organisiert. Auch mangelt es nach wie vor an präventiven Angeboten und wirksamen Hilfen für gefährdete Familien.

Was ist die Ursache dieses Flickenteppichs? In der Schweiz fehlt eine verbindliche gesetzliche Grundlage, anhand deren, der Kindesschutz unter Berücksichtigung lokaler Spezifika und Besonderheiten einheitlich im Interesse des Wohls von Kindern und ihrer Familien ausgestaltet werden kann. Wir wollen den zweiten nationalen Qualitäts-Dialog der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz (IGQK) darum zum Anlass nehmen, um aus interdisziplinärer Perspektive über Visionen für einen Kindesschutz mit Zukunft nachzudenken. Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum des Dialogs:

  • Inwieweit kann der Kindesschutz weiter professionalisiert und seine Qualität gesteigert werden?
  • Welcher Visionen bedarf es für die Weiterentwicklung des Kindesschutz?
  • Welche Impulse sollten der Praxis und Politik für einen Kindesschutz mit Zukunft auf den Weg gegeben werden?

Veranstalter
Eine Fachveranstaltung der IGQK mit Unterstützung der Stiftung Kinderschutz Schweiz, UNICEF Schweiz und der MAIORES Stiftung

Moderation
Patrick Rohr, Journalist, Fotograf, Moderator, Buchautor

Veranstaltungssprache
Deutsch und Französisch (Simultanübersetzung)

Programm

1. Tag: Donnerstag, 26. November 2020

15.45 – 16.15 Uhr: Gemeinsames Ankommen und Einchecken

16.15 – 16.45 Uhr: Begrüssung und Eröffnung, mit Kay Biesel, Präsident Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, und Regula Bernhard-Hug, Leiterin der Geschäftsstelle a.i., Stiftung Kinderschutz Schweiz

16.45 – 18.30 Uhr: Qualitäts-Club: «Der Kindesschutz der Schweiz: Flickenteppich mit System?», mit:

  • Anne-Claude Demierre, Staatsrätin, Direktion für Gesundheit und Soziales Fribourg und Vizepräsidentin Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) (angefragt)
  • Caroline Kühnlein, juge cantonal (VD), KOKES Vorstandsmitglied (angefragt)
  • Patrick Fassbind, Leiter KESB Basel-Stadt und Vorstandsmitglied Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
  • Bettina Junker, Bettina Junker, Geschäftsleiterin UNICEF Schweiz und Liechtenstein
  • David Rüetschi, Bundesamt für Justiz, Chef Fachbereich Zivilrecht und Zivilprozessrecht
  • Stefan Schnurr, Leiter Institut Kinder- und Jugendhilfe, HSA FHNW

18.30 – 20.00 Uhr: Qualitäts-Camp: Austausch und Networking mit Apéro

2. Tag: Freitag, 27. November 2020 

8.45 – 9.00 Uhr: Gemeinsames Ankommen

9.00 – 9.45 Uhr: Qualitäts-Impuls I: Ist der Kindesschutz der Schweiz von Qualität? Philip Jaffé, Direktor des Centre interfacultaire en droits de l’enfant, Universität Genf und Mitglied des UN-Kinderrechtsausschuss

9.45 – 10.30 Uhr: Sessionplanung: «Die Qualität des Kinderschutzsystems der Schweiz im Blickpunkt»

10.30 – 11.00 Uhr: Pause

11.00 – 12.45 Uhr: Qualitäts-Session

  • Themenvorschlag 1: Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft aus der Sicht der KESB
  • Themenvorschlag 2: Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft aus der Sicht der Sozialen Dienste
  • Themenvorschlag 3: Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft aus der Sicht von Kindertagesstätten und Anbietern früher Förderung
  • Themenvorschlag 4: Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft aus der Sicht der Schulsozialarbeit und Schule
  • Themenvorschlag 5: Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft aus der Sicht von KinderärztInnen und Spitälern
  • Themenvorschlag 6: Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft aus der Sicht von AnbieterInnen erzieherischer Hilfen

12.45 – 14.00 Uhr: Stehlunch

14.00 – 15.00 Uhr: Qualitäts-Bündelung: Implikationen und Empfehlungen für Politik und Praxis für einen Kindesschutz mit Zukunft, mit Clarissa Schär, Vorstandsmitglied Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, und Patrick Rohr, Journalist, Fotograf, Moderator, Buchautor.

15.00 – 15.15 Uhr: Pause

15.15 – 16.00 Uhr: Qualitäts-Impuls II: Ziele und Bestandteile eines Kindesschutzsystems mit Zukunft: Vergleich und Bewertung internationaler Beispiele, Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut

16.00 – 16.15 Uhr: Ausblick und Abschluss, mit Véronique Rossi, Stiftung Kinderschutz Schweiz, und Kay Biesel, Präsident Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz

 

Teilnahmebeitrag und Anmeldeschluss Qualitäts-Dialog

Teilnahmebeitrag inklusive Getränke und Verpflegung. Für Mitglieder der IGQK wird eine Ermässigung gewährt. Für Mitgliederinstitutionen können pro Organisation maximal zwei Anmeldungen zum Mitgliedertarif getätigt werden.

Early-Bird-Preis; Anmeldung bis 31. März 2020:
CHF 390.- (Mitglieder), CHF 480.- (Nicht-Mitglieder)

Regulärer Preis; Anmeldung bis 31. August 2020:
CHF 440.- (Mitglieder), CHF 530.- (Nicht-Mitglieder)

Last-Minute-Preis; Anmeldung bis 25. November 2020
CHF 490.- (Mitglieder), CHF 580.- (Nicht-Mitglieder)

Hier geht es zur Anmeldung.

 

Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an

  • Fach- und Führungspersonen verschiedener Professionen mit Aufgaben im freiwilligen, öffentlich-rechtlichen, zivilrechtlichen und strafrechtlichen Kindesschutz;
  • Organisationen, Fachdienste, Behörden etc. aus dem freiwilligen, öffentlich-rechtlichen, zivilrechtlichen und strafrechtlichen Kindesschutz;
  • WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen mit dem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Kindesschutz;
  • an Kindesschutz interessierte Personen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien.

 

Methodik
Der Qualitäts-Dialog ist im Unterschied zu klassischen Konferenzen und Tagungen an der Barcamp-Methodik (Unkonferenz bzw. Ad-hoc-Nicht-Konferenz) orientiert. Den Teilnehmenden des Qualitäts-Dialogs wird die Möglichkeit gegeben, Themen, die sie für die Weiterentwicklung von Qualität im Kindesschutz als wichtig erachten, in verschiedenen Gefässen einzubringen. Sie können in Qualität-Sessions vor Ort gemeinsam festlegen, welche Themen sie miteinander bearbeiten wollen.

Die Sessions bieten Raum für Austausch und Diskussion. Sie ermöglichen den Teilnehmenden, zu Teilgebenden zu werden und sich als ExpertInnen einbringen und positionieren zu können. Eine Session ist eine Mischung aus Vortrag und Workshop. Sie beginnt mit einem kurzen Input durch die/den InitiatorIn der Session. Daran anschliessend folgen ausführliche Diskussionen und Dialoge.

Um die Planungssicherheit zu erhöhen, sind für die Qualitäts-Session zunächst Themen vorgeben, von denen angenommen wird, dass sie relevant für die Qualität des Kindesschutzes sind. Die Themen können im Rahmen der Sessionplanung, welche vor Ort stattfinden wird, verändert oder abgewählt werden. Ebenso können neue Themen eingebracht werden. Die Ergebnisse der Qualitäts-Sessions werden live mitprotokolliert. Sie werden für die Dokumentation des Qualitäts-Dialogs und für die Arbeit der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz herangezogen